Behandlung

Es gibt bis heute keine spezifische Therapie für Blauzapfenmonochromasie. Es ist nur eine symptomatische Behandlung möglich, bei der der Patient sich regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen unterzieht.

Es stehen magenta- oder braungetönte Filterbrillen oder Kontaktlinsen zur Verfügung, um die Lichtüberempfindlichkeit zu vermindern und die Farbkontrastempfindlichkeit zu erhöhen. Besonders magenta-getönte Filter lassen sowohl rotes als auch blaues Licht durchscheinen und auf die Netzhaut gelangen, während sie andersfarbiges Licht zurückhalten. Rotes Licht unterstützt die Funktion der Stäbchen, während blaues Licht die Blauzapfen aktiviert. Magenta-getönte Filter können in Kontaktlinsen oder Brillen eingesetzt werden. Es empfiehlt sich, einen auf Achromatopsie und Sehbehinderung (Low Vision) spezialisierten, erfahrenen Optometristen aufzusuchen.

Zum Lesen können sehr stark vergrößernde Brillengläser und alle Tablet-Computer (iPad, Kindle) verwendet werden, die eine Vergrößerung des Textes und Regulierung des Helligkeitsgrads ermöglichen. In manchen Ländern stehen elektronische Schulbücher zur Verfügung, die auf einem iPad gelesen werden können.

Bei entsprechender Abschirmung von Blendlicht können Blauzapfenmonochromaten mit gutem Sehvermögen auch den Führerschein ablegen. Viele Blauzapfenmonochromaten können mit Fernrohrbrillen Autofahren (in den USA und Niederlanden). Es empfiehlt sich, ein auf die Fahrbefähigung sehbehinderter Personen mittels Fernrohrbrillen spezialisiertes Zentrum aufzusuchen.